Gebäude: Geschichte: 1933 - 1945 Nazidiktatur und Elend des Krieges

1933 Am 11. Februar brachte das Mittweidaer Tageblatt einen Artikel des nationalsozialistischen Lehrerbundes der Kreisleitung Mittweida "Aufgaben einer nationalen deutschen Schule". Die NSDAP verlangte, an Stelle der allgemeinen Bildung, die Bildung an deutschen Menschen, die streng national und völkisch orientiert sein sollten.
  Am 19. November fand eine öffentliche Benagelung von Wappenschildern, den Abzeichen der Hitlerjugend, an den Mittweidaer Schulen statt. 5 Pfennig pro Nagel flossen als Reingewinn am Ende dem Winterhilfswerk zu. Die Wappen wurden als Andenken in den Schulen aufbewahrt.
1934 Am 4. April, mit Beginn des neuen Schuljahres, wurde auch an der Fichteschule die feierliche "Flaggenhissung" eingeführt.
1936 Die Teilnahmepflicht am Religionsunterricht wurde aufgehoben.
1939 Zur "Stärkung der inneren Front" wurden eine Kriegsfeierstunde und der Wochenschlussappell eingeführt. Körperliche Ertüchtigung wurde zu einer kriegswichtigen Aufgabe der Schule erhoben.
1940  Im Schulgebäude wurden neben den Schülern der Pestalozzi-Schule im Oktober auch noch Kinder einer Hamburger Schule untergebracht, was einen streng in Vormittag- und Nachmittagunterricht geregelten Schulbetrieb zur Folge hatte.
1941 begann man neben dem Sammeln von Heilkräutern mit einer Seidenraupenzucht an der Schule.
1942 legte man beim Sammeln von Altstoffen eine Mindestabgabemenge fest:
  6 kg Papier, 1 kg Knochen und 0,5 kg Lumpen pro Monat
1945 Am 1. Oktober wurde der Schulbetrieb nach dem Zusammenbruch wieder aufgenommen.

Wahrscheinlich wurden im Gebäude der Fichte- Schule zeitweise Zwangsarbeiter untergebracht.